Auswildern in die dritte Lebensphase

Dieses Wochenende stand unter der Überschrift „Mein Leben in Gottes schöpferischer Hand“ – inspiriert vom biblischen Bild des Töpfers (Jer. 18): Du bist ein Werk des Meisters. Er formt unser Leben – auch heute und in Zukunft. 

Am Freitag fanden wir über ausgewählte Tongefäße zueinander: Formen, die etwas von unserer Geschichte erzählten. Schon hier begann der Prozess – ein erstes Spüren: Wie bin ich geformt?

Samstagvormittag öffnete den Blick auf unsere Lebensrollen. Manche tragen wir mit Stolz, andere drücken, wieder andere sind längst zu eng geworden. Im Erzählen und Hören entstand ein stärkeres Bewusstsein über unser Gewordensein. Nachmittags beschäftigend wir uns biographisch mit der Frage des „Weiter-Werdens“.

Der Abend über das Leben von Sr. Dorothea Steigerwald berührte viele:  Ein Gang in die Dauerausstellung ihrer Werke, aber vor allem ihr Leben wurde zu einem Spiegel für unsere eigene Auswilderungsphase.

Der Sonntag mündete in ein intuitives, meditatives Töpfern im Rahmen eines Gottesdienstes: Hände im Ton, Herz im Gebet – ein stilles Nachklingen des Wochenendes.

Am Ende resümierten die Teilnehmenden: Meine Vergangenheit ist mir bewusster geworden. Die Zukunft möchte ich anpacken und dafür nehme ich Ideen mit. Dabei muss „Auswildern“ nicht immer etwas Großes sein. Es darf im Kleinen beginnen. 

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